Der Boom der Videosprechstunde

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Videosprechstunde von ferndiagnose.org statt Arztbesuch – Keine Ausnahme mehr

In der gegenwärtigen Coronakrise stellt die Telemedizin für die Senioren eine große Hilfe an, so etwa als Videosprechstunde mit dem Arzt. Die Ferndiagnose ist zwar auf einem hohen Level, kann aber nicht alle Aspekte abdecken. Immer mehr Patienten nutzen die Videosprechstunden, da sie Angst haben, an dem Coronavirus erkrankt zu sein, auch wenn es sich nur um eine leichte Erkältung gehandelt hat. Sich dann ins Wartezimmer zu setzen, kommt für die Menschen daher zumeist nicht infrage. Hautärzte etwa skizzieren besonders die Ruhe und Gelassenheit, die sie auf Patienten hätten.

Die Videosprechstunden per Computer, Handy oder auch Laptop

Das technische Prozedere ist für die Patienten sehr einfach, da sie direkt von der Praxis einen Termin mit Zifferncode oder einem Link zum Einwählen erhalten. Im virtuellen Wartezimmer sitzend, wird man dann vom Arzt kontaktiert, wenn es beginnt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat für das Durchführen von Videosprechstunden indes 21 Anbieter zertifiziert. Für den Datenschutz sorgt bei der Ferndiagnose eine verschlüsselte Direktverbindung. Für den Patienten gibt es noch weitere Vorteile, so etwa, dass Werbeeinblendungen verboten sind. Für die Arztpraxen wiederum fallen bei manchen Anbietern monatliche Pauschalen an, bei anderen Anbietern fallen keine an. Die Hausärzte sehen jedoch enorme Vorteile bei der Videosprechstunde, so etwa weniger Personalaufwand und mehr Sicherheit für Patienten und mehr Flexibilität für die Ärzte.

Positive Erfahrungen auch in Senioren- und Pflegeheimen und für Reisende

Die Betreuung in Altenheimen und Pflegeheimen profitiert indes auch vom Angebot der Videosprechstunde. Probleme bereiten hier die schlechte Netzabdeckung in Deutschland und bisweilen die technischen Schwierigkeiten für die Senioren. Deutsche, die im Ausland erkranken oder sich verletzen, können die Videosprechstunde nutzen, um sich einen Rat bezüglich etwa der Medikamente bei dem Hausarzt einzuholen. So weiß der Patient genau, wie er sich versorgen muss und hat die Expertise seines Hausarztes.

Die Zuschussmöglichkeit für die Ärzte

Die Ärzte können eine Technikpauschale beantragen und circa ein Fünftel ihrer eigentlichen Patientenkontakte auch online stattfinden lassen, was sich auch finanziell für die Ärzte lohnt. Der Ministerpräsident von NRW, Armin Laschet (CDU) verfolgte den Start vom virtuellen Krankenhaus an der Uniklinik RWTH Aachen über die Telemedizin gleich mit. Die Videosprechstunden hatten im letzten Jahr noch etwas Anlaufschwierigkeiten, was aber durch die Coronakrise obsolet gemacht wird. Jameda, der Marktführer bei den Anbietern von Videosprechstunden, gab eine Versiebenfachung der Nutzung des Dienstes in den vergangenen Wochen an. Ihr Gründer Weiß beschreibt das Bestreben von Jameda im Angebotsausbau und sieht die Krise als Chance für eine Beschleunigung für die Entwicklung der Telemedizin an.

Die Videosprechstunden sind in der ganzen Bundesrepublik möglich

Die Krankenkassen und Ärzte in Deutschland haben sich darauf verständigt, dass die administrative Abwicklung der Telemedizin erleichtert werden soll. Alexander Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, gab an, dass die Videosprechstunde jetzt unbegrenzt abrechenbar und die Leistungsbegrenzung zudem aufgehoben sei. Zudem kann man bis zu zwei Wochen nach einer Videosprechstunde krankgeschrieben werden. Bei manchen Portalen bekommt man besonders schnell Termine zu einer Videosprechstunde. Weiß, der Chef von Jameda gab indes an, dass Patienten – durch die freie Arztwahl in Deutschland bedingt – für die Videosprechstunde auch einen Arzt an einem beliebigen Standort der Bundesrepublik wählen könnten.

Zu den Vorteilen von dem persönlichen Kontakt bei speziellen Fällen

Die Fachrichtung bestimmt den Mengenanteil an Onlinesprechstunden. Geeignet ist eine Videosprechstunde für Hautärzte oder Hausärzte, aber für Radiologen beispielsweise gar nicht. Oberflächliche Merkmale der allgemeinen Verfassung eines Patienten sind durch die Videosprechstunde gut erkennbar. Viele Hausärzte sehen jedoch besonders die Wichtigkeit eines persönlichen Kontaktes mit den Patienten. Die Hautärzte geben dann an, dass sie durch die Kenntnisse zur Familiengeschichte o.ä. ein konkreteres Bild zum Patienten hätten, was bei der Sprechstunde ungemein helfen würde.

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